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Das Komitee der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs


Erstellungs Datum
15-07-2005
Update time
13-09-2006
Source:
IGPDE
Es wurde im Jahre 1989 im Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie eingerichtet und dient als Informations- und Kommunikationsstelle für die einzelnen Direktionen des Ministeriums, die Vertreter der wichtigsten Finanzinstitutionen und Akademiker verschiedenster Fachrichtungen.

Hôtel de la Monnaie
11, quai Conti - 75270 PARIS Cedex 06
Underground: Pont neuf oder Odéon
Tel: 01.40.46.59.66
Email: comite-histoire@finances.gouv.fr
http//www.comite-histoire.minefi.gouv.fr

Comité pour l'histoire économique et financière de la France (CHEFF)

 

Mission/Aufgabe

Es ist u.a. die Aufgabe des Komitees der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs,

  • zu einem besseren Verständnis der Geschichte des Staats und seiner Rolle in Wirtschafts-, Geld- und Finanzangelegenheiten, vom Mittelalter bis heute, beizutragen
  • die Forschung und ihre Publizierung zu diesem Themengebiet zu unterstützen
  • die Erinnerungen der Beschäftigten des Finanzministeriums an ihre Aufgaben und Tätigkeiten zu sammeln und weiterzugeben

 

Aktivitäten

Zu den Aktivitäten des Komitees der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs zählen:

  • das Zusammenstellen von Leitfäden für Wissenschaftler mit dem Ziel, diesen den Zugang zu den Quellen der Wirtschafts- und Finanzgeschichte zu erleichtern. Hierzu sind bereits vier Ausgaben zur Wirtschafts- und Finanzgeschichte über die Zeit vom Mittelalter bis heute veröffentlicht worden.
  • die Veröffentlichung und Verbreitung von Arbeiten zur Geschichte der Wirtschaft
    1. - in der Sammlung des Komitees "Histoire économique et financière de la France" (Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs) und
    2. - in dem jährlichen Kompendium "Etudes et documents". Es wurden bereits mehr als 100 Studien und Dokumente seit der Einrichtung des Komitees erstellt.
  • die Organisation und Durchführung von Symposien, Studientagen und Seminaren zu ausgewählten Themen. Es wurden bereits 35 Symposien zu unterschiedlichen Forschungsgebieten durchgeführt. Die Themen reichten vom Marshallplan bis zur Finanzverwaltung unter dem Ancien Régime bis hin zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und seinen überseeischen Gebieten
  • die Durchführung eines Forschungsprogramms zur Geschichte des Ministeriums und seiner Rolle im Wirtschaftsleben Frankreichs
  • die Zusammenstellung eines „lebenden Gedächtnisses“ durch die Sammlung von authentischen Zeitzeugenberichten (mündlichen Archiven) sowie von Erinnerungen von Akteuren und Zeugen des Wirtschafts- und Finanzlebens seit den dreißiger Jahren. Hierzu existieren bereits Aufzeichnungen mit einem Umfang von rund 3000 Stunden von über 300 befragten Persönlichkeiten
  • die Aufforderung an pensionierte Beamte der Wirtschafts- und Finanzverwaltungen, ihre Erinnerungen im Rahmen von autobiographischen Concours zu verfassen und damit für spätere Zeiten zu erhalten
  • die Öffnung der historischen Bibliothek für Wissenschaftler mit u.a über 20 000 frei zugänglichen Werken

 

Organisation

Der Minister für Wirtschaft, Finanzen und Industrie führt den Vorsitz des Komitees; sein Vizepräsident ist Maurice Lévy-Leboyer.

Verwaltungsausschuss

Der Verwaltungsausschuss setzt sich aus den Direktoren und Referatsleitern des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Industrie, dem Gouverneur der Banque de France, dem Generaldirektor der Caisse des Dépôts et Consignations, dem Generaldirektor der Archives de France und dem Präsidenten der Bibliothèque Nationale de France (Französische Nationalbibliothek) zusammen.

 

Wissenschaftlicher Ausschuss

Dem wissenschaftliche Ausschuss gehören folgende Mitglieder an:

 Michel Aglietta, Louis Amigues, Agnès d'Angio, Michel Antoine, Guy Antonetti, Jean-Charles Asselain, Françoise Bayard, Louis Bergeron, Jean-Jacques Bienvenu, Christian de Boissieu, Eric Bussière, Jacques Campet, François Caron, Philippe Contamine, Robert Frank, Patrick Fridenson, René Girault (†), Jean-Noël Jeanneney, Jean Kerhervé, Michel Lescure, Maurice Lévy-Leboyer, Michel Margairaz, Jacques Marseille, Yves Mény, François Monnier, Gabriel Montagnier, Alain Plessis, Raymond Poidevin (†), Albert Rigaudière, Guy Thuillier, Jean Tulard, Denis Woronoff.

 

ZEITZEUGENARCHIV (Mündliche Archive)

 

Das Komitee hat in Aufzeichnungen von mehr als 3000 Stunden Dauer die Erinnerungen von 300 Personen, die zumindest einen Teil ihres Berufslebens im Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie tätig waren, festgehalten. Diese können von Wissenschaftlern, die Forschungen in Geschichte und Politikwissenschaften betreiben, - nach Terminvereinbarung - eingesehen werden.

 

Die Sammlung zeigt die Vielfalt der administrativen Laufbahnen und Direktionen auf, wobei vorrangig die Erinnerungen höherer Beamter und der Finanzinspektoren Berücksichtigung finden. Die Sammlung umfasst derzeit Erinnerungen von Persönlichkeiten der Geburtsjahrgänge von 1891 bis 1940:

  • Ehemalige Minister für Finanzen und Industrie
  • Ehemalige Beamte unterschiedlicher Direktionen des Ministeriums (z.B. Versicherungswesen, Haushalt, öffentliche Buchführung, Gas und Elektrizität, Zoll, Steuer, Personal, ausländische Wirtschaftsbeziehungen, INSEE – Institut de la statistique et des études économiques (Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien))
  • Ehemalige Wirtschaftsberater, Buchhalter, Finanzinspektoren; frühere Beamte des Cour de Comptes (Rechnungshof), des Conseil d’Etat (höchstes französisches Verwaltungsgericht), des Cour de cassation (Kassationsgericht) und der Banque de France

Das Komitee kann auf Anfrage eine komplette Liste aller interviewten Personen zur Verfügung stellen. Das Zeitzeugenarchiv sowie begleitende Unterlagen mit Lebensläufen können auf Anfrage in den Räumlichkeiten des Komitees der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs eingesehen werden.

Patricia Bas

Tel: 01 58 28 98 07 oder 01 58 28 98 18

Email: patricia.bas@finances.gouv.fr

 

 

 

DIE HISTORISCHE BIBLIOTHEK

 Das Komitee der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs gewährt nach Voranmeldung allen Interessierten Zutritt zur historischen Bibliothek des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Industrie.

Die historische Bibliothek umfasst auch die Sammlung der früheren Zentralbibliothek des Finanzministeriums in der Rue de Rivoli.

Fast 20 000 Publikationen über Verwaltungs-, Wirtschafts- und Finanzgeschichte und einige Fachmagazine stehen Forschern und anderen Interessierten zur Verfügung.

Regelmäßige Neuerwerbungen ermöglichen es, die Sammlung auf einem aktuellen Stand zu halten. Schenkungen und Leihgaben aus privaten oder öffentlichen Sammlungen stellen eine zusätzliche Bereicherung der Sammlung dar.

Den Nutzern stehen alphabetisch und thematisch gegliederte Kataloge zur Verfügung.

Bibliothèque historique

12, place du Bataillon du Pacifique - 75012 Paris

Paul-Marie Grinevald

Tel: 01 53 18 35 45 oder 27 86, nur nach Voranmeldung

 

 

 

Ein ständiges Sekretariat wurde über das Institut de la gestion publique et du développement économique (IGPDE – Institut für öffentliche Verwaltung und Wirtschaftsentwicklung) eingerichtet.

 

COMITE POUR L'HISTOIRE ECONOMIQUE ET FINANCIERE DE LA FRANCE

MINISTERE DE L'ECONOMIE, DES FINANCES ET DE L'INDUSTRIE

11, quai de Conti - 75270 PARIS Cedex 06

metro: Pont neuf oder Odeon

Tel: 01.40.46.59.66 - Fax: 01.40.46.56.54

Email: comite-histoire@finances.gouv.fr

http://www.comite-histoire.minefi.gouv.fr

Institut für öffentliche Verwaltung und Wirtschaftsentwicklung

Das Institut

Das IGPDE wurde im Juli 2001 gegründet und übernimmt die Zuständigkeiten des CFPP (Zentrum für berufliche Bildung und Weiterbildung), welches 1945 seine Tätigkeit im französischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen aufnahm

Das IGPDE wurde als Folge zweier wichtiger Reformen gegründet:

  • der Fusion des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen mit dem Ministerium für Industrie
  • einer neuen Finanzgesetzgebung/Budgetreform, die 2001 vom Parlament verabschiedet wurde und seit 2006 umgesetzt wird: LOLF (Loi organique relative aux Lois de Finances)

Warum ein Institut ?

Es sollte ein Anbieter von Fortbildungsaktivitäten

  • für alle Direktionen des MINEFI (Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie)
  • für andere Ressorts und die öffentliche Verwaltung

sowie

  • Ein Ort für Austausch und Debatten zwischen u.a. Beamten, Universitätsvertretern, Unternehmenschefs und der Zivilgesellschaft zu Themen des Verwaltungsmanagements, der wirtschaftlichen Entwicklung und nunmehr der Staatsmodernisierung

 geschaffen werden

Zielgruppen

 Als Zielgruppen werden die Beschäftigten

  • der zentralen Verwaltung des Minéfi (12 000 Beschäftigte)
  • der örtlichen Dienststellen (in den Regionen) (165 000 Beschäftigte)
  • anderer Ministerien und Verwaltungen (nunmehr ca. 20 % aller Lehrgangsteilnehmer)
  • sowie die Zivilgesellschaft – Universitätsangehörige, Abgeordnete, Gewerkschafter, Unternehmenschefs, Freiberufler, Journalisten, etc. - (Kolloquien/Seminare)

angesprochen

Das Angebot wird auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der jeweiligen Kunden abgestimmt

Tätigkeitsschwerpunkte des Instituts

 1. Schulungen über Mittel und Methoden des öffentlichen Handelns und der wirtschaftlichen Entwicklung :

  • Die Budgetreform (LOLF) und ihre Auswirkungen (Ergebnis- und Leistungsorientierung): Einrichtung der « École de la LOLF »
  • Controlling
  • Managementtechnik CAF (Common Assessment Framework)
  • Personalführung
  • Qualitätssicherung / Kundenservice / Kundenorientierung (Zertifizierung ISO 9000)
  • Öffentliches Auftragswesen
  • Unternehmensrecht
  • E-Administration, E-Government
  • Makroökonomie
  • Nachhaltige Entwicklung

2. Schulungen zur persönlichen Weiterentwicklung und berufsbezogene Schulungen :

  • Verbesserung des individuellen und beruflichen Leistungsvermögens, u.a. auch in Bezug auf schriftliche und mündliche Kommunikation
  • tätigkeitsbezogene Weiterbildung (z.B. Schreibdienste...)
  • Schulungen zum öffentlichen Recht und zum Privatrecht, sowie zu Fragen des europäischen und internationalen Rechts

3. Schulungen im Bereich der EDV :

  • Anwenderbezogene Weiterbildung für die in der EDV Beschäftigten des MINEFIS
  • (6 000 Beschäftigte)
  • EDV - Standardschulungen
  • Neue Buchhaltungsanwendungen in Zusammenhang mit der Budgetreform (LOLF)

4. Fremdsprachenfortbildung und interkulturelle Schulung :

  • Es werden Sprachkurse in 10 Fremdsprachen (u.a. Zeichensprache) angeboten. Dies geschieht in Form von dienstbegleitenden Kursen oder in Intensivkursen
  • Des Weiteren wurden Französisch-Deutsche und Französisch-Britische Seminarzyklen eingerichtet

5. Vorbereitung auf die verwaltungsinternen Auswahlverfahren und Prüfungen (Concours)

6. Führungskräfteschulungen (UNICA)

7. Öffnung der Verwaltung nach außen. Dies geschieht u.a. auch in Form von Debatten und Besprechungen zwischen Verwaltungsinternen und Verwaltungsexternen (ODE)

8. Forschung, Studien und Beobachtung (REV)

9. Wirtschaftsentwicklung

10. Komitee der Wirtschafts- und Finanzgeschichte Frankreichs (CHEFF)

11. Europäische und internationale Angelegenheiten (AEI)

Angebots-/Schulungsformen des Instituts

Schulugen des IGPDE erfolgen

direkt durch :

  • Fortbildung nach Katalog oder spezifische Fortbildung
  • Externe Fortbildung
  • Kolloquien/Seminare/Gespräche am runden Tisch/Konferenzen, Workshops, beispielsweise:

* Organisation internationaler Treffen zum Verwaltungsmanagement (RIGP)

* Controllingworkshops

* « Europa-Seminare » (Ateliers Europe)

* mehrere Veranstaltungen zum Thema Wirtschaft und Unternehmen (Mutations économiques, Rencontres économiques, Regards croisés sur l’entreprise)

indirekt durch :

  • « Train the trainer » Seminare und Nutzung von Moderationsmaterialien
  • Kursmaterialien on-line oder auf CD-ROMs (auch für Selbststudium)
  • Studien und Veröffentlichungen :

* Perspective Gestions Publiques

* Gestions Publiques en revues

  • E-learning, Videokonferenzen
  • Partnerschaften mit anderen Fortbildungsinstituten
  • Teilnahme an verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken, z.B. Netzwerk der Verwaltungsschulen (RESP)

Die Organisations- und Funktionsweise des Instituts

Das IGPDE ist eine Einrichtung mit landesweiter Zuständigkeit, die dem Generalsekretär des Minéfi angegliedert ist

Die Leitung des Instituts erfolgt über ein Direktorium bestehend aus einem Generaldirektor, unterstützt durch eine stellvertretende Direktorin, einen Direktor für Studien , einen Direktor für Modernisierungsmaßnahmen und einer Generalsekretärin

Das Institut verpflichtet sich, die im Rahmen eines mehrjährigen Vertrags festgelegten Ziele unter Berücksichtigung eines hohen Qualitätsanspruchs zu erfüllen

Hierzu wird jährlich ein Aktionsprogramm erarbeitet, welches vom Direktionskomitee des MINEFI genehmigt wird

 

Die Schlüsselzahlen des Instituts (2005)

  • 220 Mitarbeiter
  • 1 400 interne und externe Lehrende
  • Budget : 21 Millionen ¤ (+ Einnahmen)
  • 27 000 Lehrgangsteilnehmer in der Fortbildungen
  • 19 800 Lehrgangsteilnehmer in der Vorbereitung auf die internen Auswahlverfahr (concours) und Prüfungen
  • 91 300 Schulungstage
  • 24 Millionen hergestellte Druckseiten
  • 32 000 hergestellte CD-ROMs
  • Unterrichtsfläche: 2 500 m2
  • 47 Lehrsäle, 2 grosse Hörsäle (mit 100 Plätzen)
  • 1 variable Seminarfläche von 600 m2(+Dolmetschkabinen)
  • 1 Dokumentationszentrum
  • 1 Verwaltungsrestaurant, 1 Caféteria

Für Weitere Informationen

  • Adresse : IGPDE 20 ALLEE GEORGES POMPIDOU – 94306 VINCENNES CEDEX - FR
  • Der Service « Kundenbetreuung » :

* Tel.: + 33 1 41 63 56 56

* Fax : + 33 1 41 63 56 50

* E-Mail : info.igpde@finances.gouv.fr

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